Zusammensetzung des Stiftungsrates
Oskar Laubi
Präsident seit Juni 2008
Nach kaufmännischer Lehre Wirtschaftsmatur und Werkstudent an der Universität Zürich mit Abschluss in Betriebswirtschaft. Anschliessend 5 Jahre Assistent am Institut für betriebswirtschaftliche Forschung an der Uni Zürich. 1973 Wahl in den Verwaltungsrat des damaligen Schweizerischen Studentenreisedienstes (SSR), ab 1976 Delegierter bzw. Präsident des VR und Geschäftsführer bis 1982. Ab 1982 Aufbau der späteren Reisebaumeister- bzw. Travelhouse-Gruppe (Falcontravel, Sierramar, Skytours, usw.) als selbständiger Unternehmer. 2006/07 Nachfolgelösung und Verkauf der Unternehmensgruppe. Heute Verwaltungsrat bzw. -präsident in verschiedenen Unternehmen im Bereich Tourismus im In- und Ausland (u.a. Hotelplan Holding AG, DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG) und in von ihm (mit)gegründeten Unternehmen in den Bereichen Recycling/Alternativenergien (u.a. Vetrum AG (Ganzflaschen-Recycling, gegründet 1973), Bioburn AG). Im privaten Bereich: grosse Familie, aktiver Musiker (Bratsche), breites Interesse für Politik, Kultur und Gesellschaft.
Othmar Schwank
Vizepräsident seit März 2009
Ressort Ökologie und Umwelt (seit Dezember 2005)
Nach dem Biologie-Studium an der ETH absolvierte er den interdisziplinären Nachdiplomskurs für Entwicklungsländer (INDEL) und machte 1983 eine Dissertation am Institut für Pflanzenbau der ETH Zürich. 1980-1983 engagierte er sich als Mitglied des Stiftungsrates des WWF-Schweiz.
1984-1988 war er Projektleiter im "Tinau Bergumweltprojekt" für HELVETAS und GTZ in Nepal. 1988 nahm er seine Tätigkeit bei INFRAS wieder auf als Projektleiter in den Bereichen Abfallwirtschaft, Umweltmanagement, Ökobilanzen und Entwicklungszusammenarbeit.
Seit 1991 ist er Mitglied der Geschäftleitung und leitet die Bereiche Management natürlicher Ressourcen und globale Umwelt, Technologietransfer und Wissensmanagement im Rahmen von Projekten der technischen Zusammenarbeit und globaler Umweltabkommen.
1990-2002 war er Mitglied der Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons Schaffhausen.
Seit 2001 hat er sich auf Moderation spezialisiert und vertritt die Schweiz als UNFCCC-Experte zu Fragen des Klimawandels insbesondere im Zusammenhang mit Entwicklungsländern.
Albert Bürkler
Finanzen (seit Juni 2008)
Albert Bürkler studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Im Anschluss an das Studium gründete er mit Partnern ein Treuhandbüro, das sich auf die Analyse von Jahresrechnungen und auf die Einführung von Kostenrechnungen spezialisierte. Nebenamtlich übernahm er im Auftrag des Gewerbeverbandes die Zürcher Leitung des „Schweiz. Instituts für Unternehmerschulung im Gewerbe“, wo er gleichzeitig als Referent tätig war. Nach seiner Dissertation über „Kennzahlensysteme“ wechselte er zur Credit Suisse, und übernahm nach einigen Jahren die Leitung der Abteilung „Spezialfinanzierungen“, welche u.a. zuständig war für Going public, Kapitalmarkttransaktionen, Privatplatzierungen, Mittelfristbeteiligungen, Financial En-gineering und Mergers & Acquisitions. Gleichzeitig war er Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft ABP in Basel, die sich an bankfremden Firmen beteiligte. Er war Referent in diversen finanzwirtschaftlichen Seminarien der Hochschule St. Gallen.1985 wechselte er zur Bank Leu, wo er ähnliche Funktionen übernahm. Bis 2007 war Albert Bürkler VR-Delegierter einer Beteiligungsgesellschaft innerhalb der CS-Gruppe. Heute ist er noch aktiv in Verwaltungsräten von einigen Firmen und betreut als selbständiger Berater Mandate im Bereich Mergers & Acquisitions. Er ist Mitautor bzw. Autor von einigen Büchern („Kennzahlensysteme als Führungsinstrument“, „Der Generationenwechsel im Familienunternehmen“, „Praxis des Venture Capitals“, „Kauf und Verkauf von Unternehmen“, „Der Unternehmenskauf und seine Abwicklung in der Praxis“) und andern Publikationen.
Maya Pfrunder
Rechtliches (seit Juni 2008)
Maya Pfrunder studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und schloss das Studium mit dem Lizentiat ab. Danach doktorierte sie mit einer Dissertation zum aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsrecht und arbeitete dann als Auditorin und ausserordentliche Sekretärin am Bezirksgericht Zürich. Daran anschliessend erwarb sie das Rechtsanwaltspatent des Kantons Zürich und arbeitete in einer Wirtschaftskanzlei in Zürich. Verheiratung und Familiengründung brachten einen Domizilwechsel in den Kanton Aargau und bald die Gründung einer eigenen Anwaltskanzlei in Aarau. Seit dieser Zeit ist Maya Pfrunder als Anwältin tätig, selbstständig und gleichzeitig vernetzt in einer Bürogemeinschaft, die das gemeinsame Wirkungsfeld erweitert. Maya Pfrunder ist schwerpunktmässig in wirtschaftlichen Belangen und vorwiegend beratend tätig und hat sich in Mediation weitergebildet.
Chasper Pult
Ressort Kultur / Künste / Wissenschaften (seit der Gründung 2002)
Der gebürtige Unterengadiner Chasper Pult studierte Sprachwissenschaften an der Université de Paris und Romanistik an der Universität Zürich. Bevor er 1996 Leiter des in Mailand domizilierten Centro Culturale Svizzero der Pro Helvetia wurde, arbeitete Chasper Pult sowohl als Hauptlehrer für Italienisch, Französisch, Rätoromanisch und Medienkunde am Bündner Lehrerseminar als auch als Lehrbeauftragter für rätoromanische Sprache und Kultur an den Universitäten Genf, Zürich und Freiburg. Während vieler Jahre war er Präsident der Lia Rumantscha. Er beschäftigt sich auch intensiv mit der Bedeutung von Kultur, der Mehrsprachigkeit und des Föderalismus in der Schweiz und hält im In- und Ausland darüber Vorträge. Als Experte arbeitete er an Projekten des Europarates, der OECD, der DEZA und weiterer kultureller Institutionen mit. Konzeptionelle und organisatorische Aktivitäten im Bereich Kultur, sein Engagement in verschiedenen Stiftungsräten und Vorständen sowie seine Arbeit als Kurator verschiedener Ausstellungen runden seine Kompetenz ab.
Annette Ringier
Mitbegründerin und somit Mitstifterin der Stiftung Corymbo (2002)
Sie erklärt ihr Engagement wie folgt:
«Ich möchte hier kurz schildern, weshalb die Stiftung Corymbo für mich eine sinnvolle und praktische Struktur zur Abwicklung von gemeinnützigen Aktivitäten geworden ist.
Da ich als sogenanntes "Erbtanti" keine bedürftigen Verwandten habe, hat sich für mich die Frage gestellt, wie ich die Mittel, die mir zufallen und die ich für mein Leben nicht benötige, verwenden soll. Die konventionelle Lösung besteht darin, ein Testament zu machen, den Zweck für die übrig bleibenden Vermögensteile festzusetzen und alle Folgefragen einem Testamentsvollstrecker zu überlassen. Das scheint mir nicht sehr sinnvoll, denn wenn man nie aus der Nähe gesehen hat, wie mit Geld etwas Gemeinnütziges entwickelt werden kann, kann man auch keine wirkungsvollen Vorgaben machen, nach denen dann andere die Aufgaben übernehmen sollen.
Die Stiftung Corymbo bietet mir nun einen ausgezeichneten Rahmen, um auf diesem Gebiete Erfahrungen zu sammeln. Ich kann mit den Projekten, die ich fördere, genau verfolgen wie aus Ideen Projekte entstehen und aus Projekten Taten. Da ich Mitglied des Stiftungsrates bin, kann ich auch die Projekte, die aus anderen Fonds finanziert werden, mitverfolgen. Im Stiftungsrat sitzen Fachleute, die mich beraten und mithelfen, neue Projekte zu beurteilen.
Ich habe den Fonds, der mit meiner Schenkung gebildet worden ist, "Annette-Ringier-Fonds" benannt, bin aber frei, zu wählen, ob ich den Namen verwenden, oder ob ich unter dem Namen der Stiftung Corymbo ein Projekt unterstützen will. Die Geschäftstelle ist für die Beantwortung von Gesuchen zuständig und es wird mir nur das unterbreitet, was mich zu einer Unterstützung bewegen könnte. Ich habe also alle Vorteile einer selbständigen Stiftung, bin aber nicht für die ganze Organisation zuständig. Allerdings habe ich noch nie soviel Arbeit gehabt mit Geld ausgeben, wie seit ich dies zusammen mit Corymbo tue, doch da es eine interessante Arbeit ist, bin ich froh um diesen für mich konstruktiven Nebeneffekt. Das ist der Fall, vor allem, wenn ich eigene Projekte einbringe. So habe ich als erstes den Schweizer Tanz- und Choreografiepreis zur Förderung der freien Schweizer Tanzszene gestiftet, da mir der Tanz sehr am Herzen und ja auch in den Gliedern liegt.»